Ja, ich gehöre auch zu den Menschen, die entweder einen Film gucken oder ein Buch lesen. Aber nicht beides gleichzeitig. Ich möchte mich auf die Bilder konzentrieren können. Zum Dialog auch die Mimik sehen. Das geht nicht, wenn ich die ganze Zeit lesen muss.
Gestern hat mich das nicht so sehr gestört. Ich fand auch gut, dass die Untertitel nur eingesetzt wurden, wo man sie brauchte. Und das nicht jedes Wort (oder jeder genannte Name) untertitelt wurde. So wurde man nur mit dem Blick nach unten gelenkt, wenn der Text auch wichtig war. Hätte man den Film eingeenglischt, wäre halt auch ein Teil der Atmosphäre weg gewesen.
Ansonsten muss ich natürlich auch wieder Extra-Punkte geben, weil der Film nicht hollywood war. Er fühlte sich nicht amerikanisch an - nicht nur wegen der Sprache. Und das ist immer gut. Die Geschichte ist auch gut schön erzählt, die Charaktere sympathisch. Die Schauplätze auf eine besondere Art beeindruckend. Zu sehen, wie die Menschen dort leben und doch auf ihre Art glücklich sind, fand ich schon gut.
Die Geschichte - der aussichtslose Kampf gegen die Korruption unter Einsatz der Enigma. Hat mich nicht ganz so umgehauen. Wahrscheinlich ist mir hier gar nicht bewußt, wie schlimm das Problem in einigen Ländern ist. Dagegen ist unser Lobbyismus und Muttis Politik für die Industrie ja Kindergarten.
tl;dr: Insgesamt gut, weil sehr unerwartet und schön non-hollywood
rou
P.S.: Plant Hollywood schon eine eigene Version?
